Archiv der Kategorie: Papierkram

Impfen und medizinische Versorgung

…an was man nicht alles denken muss, wenn man für längere Zeit auf Reise geht. Je weiter weg, desto mehr scheint man bedenken zu müssen. Das fängt mit dem Visum an und hört bei der Packliste noch lange nicht auf.
Nein! Auch gesundheitlich muss vergesorgt werden.
In unterschiedlichen Ländern sind unterschiedliche Keime verbreitet, was bedeutet, dass man für jedes Land andere gesundheitliche Bedingungen beachten muss. Besonders wichtig sind Impfungen gegen verschiedene Erkrankungen. Diese sind nicht nur eine Reiseempfehlung, sondern viele Länder halten es sich sogar offen, dass sie den Impfausweis bei der Einreise am Zoll, als Bedingung für die Einreise, einsehen.

Wir sind dafür in Göttingen extra zu einer Ärztin gegangen, die unter anderem auf Tropenmedizin spezialisiert ist und sich in Impffragen bestens auskennt. Dennoch braucht auch sie bei der Masse der Länder einen dicken Katalog, um alle Imffragen lückenlos zu klären. Einen derart umfangreichen Länderkatalog hatte sie auch noch nie bearbeitet. Vor allem in Afrika bereisen ihre Patienten sonst nur ein oder vllt. auch mal 3 Länder nacheinander, aber nicht gleich ein Dutzend.
Die Impfliste wächst:

Tetanus, Diphterie, Polio, Hepatitis A+B, Thyphus, Tollwut, Meningitis, Jap. Enzephalitis, Gelbfieber.
Gerade für Tansania wächst die Liste gewaltig. Hier warnt sie auch noch mal ausdrücklich vor den gefährlichen Mücken die es dort gibt, u.a. die Denguefiebermücke sei hier sehr weit verbreitet.

Da fehlt nicht mehr viel auf dem Impfplan, tatsächlich ist es nur noch FSME, gegen die wir nicht geimpft werden müsen, da sie in den von uns vorraussichtlich berreisten Ländern nicht vorkommt.

… und diesen Monat geht’s los mit dem Impfen! Das volle Programm geht bis Ende Mai, dazu kommt dann noch die Schluckimpfung gegen Cholera vier Wochen vor Reisebeginn und die Malariaprophylaxe, die kurz vor Reisebeginn begonnen und während des Aufenthalts in gefährdeten Gebieten fortgesetzt werden muss.

Auch vor Ort müssen wir vorsichtig sein, nicht das Wasser aus der Leitung trinken – auch nicht aus Brunnen – sondern nur aus verschlossenen Flaschen. Keine gewaschenen Salate und Früchte, am besten nur frisch vom Stamm oder geschält. So vieles zu beachten! Unsere Mägen sind eben nur unsere Bakterien im Wasser gewöhnt und nicht das in Zentralafrika oder in Südostasien.

Für den Fall, dass doch mal was passiert haben wir Vorsogevollmachten und Patientenverfügungen unterschrieben, die wir auch mit uns führen – alles Unterlagen, die wir hoffentlich niemals brauchen werden.
Wenn wir diese Erfahrung sammeln müssen, so hoffen wir in dem Moment vor Ort medizinische Versorgung in Anspruch nehmen zu können. (Natürlich muss man auch bei dieser umsichtig sein!) Für diesen Fall der medizinischen Versorgung vor Ort haben wir schließlich unsere Auslandsreisekrankenversicherung.

Damit kommen wir zu einem sehr entscheidenden Thema, das gar nicht so einfach zu entscheiden war. Die meisten Reisekrankenversicherungen versichern über einen Zeitraum von bis zu 90 Tagen im Jahr. Oft kann man umfangreichere Versicherungen abschließen, aber auch diese gehen oft nur für bis zu einem Jahr und nicht darüber hinaus. Wir haben uns schließlich für die Versicherung der STA-Travel-Reisebüros bei der Allianz entschieden, da diese die einzigen sind, die wir gefunden haben, die Versicherungen für über ein Jahr anbieten und dabei auch ganz gute Konditionen haben. Sie deckt z.B. nicht nur fachärztliche Krankenhausaufenthalte, sondern auch alternativmedizinische Behandlungen ab. Ausgenommen sind im Standardtarif allerdings Reisen in die USA – da wir aber eh nicht dorthin reisen wollen, hat sich das erübrigt.
Unsere Krankenversicherungen in Deutschland werden wir dafür in der Reisezeit ruhen lassen und sie erst am Tag vor unserer Rückkehr nach Deutschland aktivieren.

Advertisements

Weltreise – eine Frage des Geldes?

Um die 10.000 Euro braucht man pro Jahr, pro Person auf einer einjährigen Weltreise – zumindest liest man diese Zahl am häufigsten, bei der Frage nach dem Geld. Doch Erfahrungsberichte zeigen auch, dass dies sehr unterschiedlich sein kann. Wir haben uns bereits mit vielen über das Thema unterhalten und auf diese Frage die unterschiedlichsten Antworten erhalten.
Da waren die Einen, welche sich via „work and travel“ etwas dazu verdient haben und schließlich sogar mit einem Plus von der Weltreise zurück gekommen sind
Die Anderen, die nur mit Reisebegleitern unterwegs waren und innerhalb von wenigen Monaten 15.000 Euro ausgegeben haben und
wiederum die letzte Gruppe, die versucht hat recht sparsam auszukommen und der für ein Jahr auch zwischen 3.000  und 5.000 Euro gerreicht haben.

Unser Plan nach allen Erfahrungsberichten: wir wollen versuchen zu der letzteren Gruppe zu gehören! Wollen, wenn sich die Gelegenheit bietet, zwischendurch unsere Arbeitskraft gegen Kost und Logie tauschen und so nach Möglichkeit nicht mehr als 3.000 Euro pro Peron ausgeben. Ob in Afrika überhaupt die Möglichkeit des „work and travel“ besteht? Hierzu konnten wir bisher keine Erfahrungsberichte finden. Ob es also so klappt, wie wir uns das vorstellen, werden wir sehen. Schließlich müssen wir ja auch essen und ganz auf Souvenirs wollen wir ja auch nicht verzichten… 😉

IMG_2938

Können wir überall mit Geldautomaten rechnen und wieviel Bargeld sollten wir mitnehmen?
Mit welcher Karte heben wir am Günstigsten ab?
Und was ist, wenn diese abhanden kommt oder wir Opfer von Phishing werden?

Nun – diese Fragen haben wir uns länger gestellt. Beispielsweise ist es nicht in allen Länden in Afrika möglich, einfach Geld abzuheben. So haben wir über Malawi mittlerweile in mehreren Quellen gelesen, dass es in diesem Land gar keine Geldautomaten (ATMs) gibt. Auch wiesen mehrere Reiseerfahrene darauf hin, dass nicht überall alle Kreditkartenarten akzeptert werden. Die regulär Akzeptierten seien VISA und MasterCard, aber auch diese seien nicht gleichermaßen überall nuzbar. Wer also auf Nummer sicher gehen will, benötigt sowohl eine VISA als auch eine MasterCard.
Für beide gibt es von Banken die unterschiedlichsten Angebote. Wir haben uns für so genannte PrePaid Kreditkarten entschieden. Das heißt, unsere Kreditkarten haben dann ein Konto im Hintergrund, auf das wir Guthaben für die Karte überweisen können. Mit den Kreditkaren kann dann nie über mehr Geld verfügt werden als auf den Konten ist. Das gibt uns die Sicherheit, dass, falls die Karten geklaut werden oder abhanden kommen, nicht auf einmal unser gesamtes Geld weg ist, sondern nur maximal so viel, wie wir zuvor auf die Konten gebucht haben.

Doch ganz ohne Bargeld geht es nicht. Zum einen wollen wir die Kreditkarten so wenig wie möglich nutzen, denn je häufger wir das tun, desto wahrscheinlicher wird es, zum Opfer von Pishing zu werden. Zum andern müssen wir die Visa beim Grenzübergang, soweit wir bisher wissen, immer in bar bezahlen. Hier wird wohl der Dollar unser liebster Reisebegleiter werden, da für Visa häufig nur Dollar akzeptiert werden. Außerdem: Nachdem der Euro 2015 massiv verloren hat, wird er längst nicht mehr so gerne angenommen, wie früher. Das haben wir schon im letzten Jahr in Sri Lanka feststellen dürfen.
Doch wieviel Bargeld wir dann jeweils mit uns rumschleppen, das wird wohl eine Erfahrung sein, die wir erst noch sammeln müssen.

Oft haben wir in letzter Zeit gehört, dass eine Weltreise ja in jedem Fall billiger sei, als zu Hause bleiben, da man ja zu Hause keine Kosten mehr hat.
So ganz stimmt das leider nicht, auch zu Hause entstehen weitere Kosten. Nicht nur, dass einige Versicherungen weiter laufen, auch die Reiseversicherungen, das Lager für den Hausrat oder beipielsweise das Schließfach für die wichtigen Dokumente müssen bezahlt werden. Alleine für das Einlagern von unserem Hausrat müssen wir mit Kosten von bis zu 2.000 Euro rechnen.

Ganz billig wird die Reise also nicht, wir versuchen aber so wenig wie möglich auszugeben…

IMG_5237.JPG

Ab jetzt gibt es kein Zurück mehr!

image

In den letzten drei Wochen haben wir

  • die Tickets nach Ouagadougou in Burkina Faso gebucht
  • die internationalen Führerscheine ausstellen lassen
  • die zweiten Reisepässe beantragt und abgeholt
  • einen Impfplan aufstellen lassen (ab April bekommen wir dann die volle Dröhnung…)
  • die Visabedingungen für alle in Frage kommenden Länder gecheckt
  • eine Reisekrankenversicherung abgeschlossen
  • Kreditkarten mit sinnvollen Konditionen speziell für unsere Reise angeschafft
  • und das wohl Endgültigste: wir haben die Wohnung gekündigt und bereits einen Nachmieter! (ab dem 15.05. sind wir damit offiziell wohnungslos)

Die bürokratischen Vorbereitungen sind damit fast abgeschlossen…

Doch eines suchen wir noch ganz dringend:


Wir haben immer noch keine Lagermöglichkeit für unseren Hausrat für die Zeit gefunden!!!! Wenn ihr jemanden kennt, der trockene 16 – 20qm Lagerraum zu humanen Preisen zu vermieten hat – egal wo in Deutschland – dann lasst es uns wissen, wir sind über jeden Hinweis dankbar!

Update vom 05.02.: wir haben dank einem tollen Freundeskreis den wir haben eine Lagermöglickeit gefunden! wir werden euch in einem kommenden Blogbericht, wenn es an das Einlagern geht mehr darüber berichten 😉

Vorbereitung ist alles…

… und die will gut durchdacht sein. Seit November sind wir jetzt dabei, uns um die organisatorischen Aufgaben, die eine solche Reise mit sich bringt, zu kümmern. Wir begannen mit einer To-Do-Liste und einem Brainstorming im Zug auf der Fahrt von München nach Göttingen. Dabei entstand nicht nur eine Liste mit den zu erledigenden Aufgaben, sondern auch eine erste Packliste, die mittlerweile wieder vollständig anders aussieht. (Aber mehr dazu in einem anderen Beitrag)

image

Unsere To-Do-Liste kann man im Grunde in vier Kategorien unterteilen:

  1. Bürokratische Vorbereitung
  2. Auflösung und Einlagerung unseres Haushalts in Deutschland
  3. Reiseplanung
  4. … ääääh…. Nennen wir es: „die üblichen Verdächtigen, die so gerne vergessen werden.“

Die Liste „1.“ ist die längste von allen. Zum Beispiel müssen gegenseitige Vorsorgevollmachten und Patientenverfügungen geschrieben, die Krankenversicherung umgestellt und auch alle wichtigen Dokumente gescannt und kopiert werden, die im Notfall auch in Deutschland liegen sollten. Dazu gehören auch Kontaktlisten und Vollmachten, sowie Ummeldungen und Nachsendeaufträge, …

„2.“ bezieht sich auf alles was die Einlagerung und Sicherung unseres Hausrates betrifft: die Wohnung, Telefon und Strom kündigen, eine Lagermöglichkeit für unseren Hausrat finden, den Lagerraum dann vielleicht auch versichern, die Kisten packen, die Pflanzen in Pflege geben, die Wohnung bei Auszug streichen, …

Am liebsten wäre es uns aber, würde alles was zu tun ist nur aus der Kategorie „3.“ bestehen. In dieser Liste stehen: eine Reisekrankenversicherung abschließen, den ersten Flug buchen, die Packliste fertigstellen und die Sachen darauf ggf. einkaufen (die allertollste aller Aufgaben dieser Liste!!! :-), uns impfen lassen, uns Gastgeschenke überlegen, 2. Reisepässs anfertigen lassen, uns wegen Visa und Einreisebestimmungen schlau machen, einen Tablett-PC für die Reise kaufen (damit wir euch im Internet auf dem laufenden halten können), …

Und die Kategorie „4.“ ist halt alles, was sonst noch zu tun ist. Gabriele muss zum Beispiel vorher noch ihre Masterarbeit abschließen, duden wollte vorher noch den Keller durchsortieren und für die Pfadfinder einige Archivsachen regeln.

Die Liste oben wächst noch immer mit jeder Woche. Mittlerweile haben wir die Aufgaben nach Prioritäten sortiert und überlegt, was davon zu welcher Zeit zu tun ist.

Neben dem haben wir natürlich auch viele Fragen, die wir uns stellen und über die wir uns erst mal schlau machen. Z.B. die Frage nach dem Geld. Sollen wir alles Geld in Form von Goldbarren mit uns rum schleppen oder gibt es andere Lösungen? Müssen wir wirklich in allen Ländern ein Ausreiseticket vorweisen können, um einreisen zu können und wenn ja, reicht auch ein Busticket? Wie viel wollen wir auf die Reise mitnehmen – wollen wir mit 40 l auskommen, oder mieten wir uns im ersten Land gleich einen Maulesel, um unseren Hausrat komfortabel zu transportieren?

Viele Punkte haben wir schon angefangen zu organisieren, uns über sie schlau zu machen und einige Punkte sind schon fast oder ganz abgeschlossen. Über unsere riesigen Fortschritte in der Vorbereitung wollen wir euch in der nächsten Zeit berichten…