Archiv für den Monat März 2016

Die Gitarre kommt auf jeden Fall mit!

Was packe ich bloß ein?
Obwohl wir noch gar nicht den Flug gebucht hatten war das die erste Frage, die wir uns gestellt haben. Und das geht doch den meisten so, oder? Da hat man schon eine Packliste im Kopf, obwohl der Flug erst in 6 Monaten geht. Alle Eventualitäten versucht man damit abzudecken. Prompt drängt sich der Gedanke auf: „Einpacken? …am besten den ganzen Kleiderschrank. Wir brauchen ja für jeden Anlass was. Was ist wenn wir auf eine Hochzeit oder zu einer Beerdigung eingeladen werden oder wenn wir mal auf dem Feld aushelfen können? Natürlich dürfen wir nicht die feste Regenjacke vergessen, denn im zweiten Reiseteil kann es ja auch mal regnen…“
So fingen auch wir voller Begeisterung an eine endlose Liste zu erstellen!

Diese wollen wir euch natürlich nicht vorenthalten und haben sie deshalb für euch als Datei hochgeladen:

Unser Packlisten Aha-Effekt kam dann zu Weihnachten, als uns dudens Mutter das Buch „Off the path“, von einem professionellen Reiseblogger schenkte (ein Buch das wir übrigens sehr empfehlen können). Er schrieb von den wichtigsten 10 Dingen, die man auf einer Reise nicht braucht. Dazu gehören:
– Schlafsack
– Regenjacke
– 2. Paar Schuhe
– Schminkzeug

Das führte uns schließlich zu der spannenden Frage, mit wieviel Gepäck wir eigentlich reisen wollen. Die ausführliche Debatte könnt ihr ja in unserem Blog von Mitte Februar nachlesen. Kurz zusammengefsst: es ist schon sexy nur mit einem kleinen Rucksack unterwegs zu sein.
Doch dafür müssen wir uns einschränken. Vieles können wir auch vor Ort kaufen, z.B. neue Kleidung, Wolldecken oder Zahnpasta. Waschen können wir im Regelfall auch einmal in der Woche. Alles das schränkt die Liste der Sachen, die man einpacken muss, schon mal gewaltig ein. Mit Hilfe von mehreren Erfahrungsberichten erstellten wir schließlich einen neue Packliste und diese sieht jetzt schon ganz anders aus als die erste:

Dann ist die Frage, wie wir alles verstauen und die Ordnung im Rucksack halten können? Engegen kommt uns auf jeden Fall schon mal, dass unser Rucksack aus zwei Kammern besteht, die seperat zugänglich sind und somit für etwas Ordnung sorgen.
Zusätzlich wollen wir Packsäcke nutzten. Doch auch hier gibt es Unterschiede. Von den klassischen Kompressionspacksäcken halten wir nicht viel. Wir haben sie uns angeschaut, aber in der Regel sind sie rund und schaffen damit nur wieder jede Menge Leerraum, der mit Einzelstücken aufgefüllt werden müsste – nicht gerade die beste Lösung, um Ordnung im Rucksack zu schaffen.
Dann sind wir auf die Pack-It Cubes von Eagle Creek gestoßen, die in mehreren Formaten erhältlich sind, perfekte Maße für Kleidung haben und ultra leicht sind. Gabriele hat sich schließlich für das Modell Pack-It Specter Clean Dirty Cube entschieden. Es hat eine luftdurchlässige Seite mit Gewebe und eine wasserdichte Zugriffsseite, die durch eine Mittelwand voneinander getrennt sind. Hier kann mann in die eine Seite z.B. die Schmutzwäsche und in die andere die saubere Wäsche packen… Die Cubes gibt es auch mit nur einer Kammer als Kompressionsvariante, die uns allerdings nicht überzeugt hat, wie ihr sehen könnt:

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Komprimiert – jetzt ist weniger Platz und die Cubes werden ‚rund‘ aber nicht wirklich kleiner.

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Nicht komprimiert – es passt alles hinein!

Außerdem haben wir uns entschieden, zwei zusätzliche Seitentaschen mitzunehmen, die wir bei Platzmangel an den Rucksackseiten anbringen und ansonsten zur Unterteilung im Rucksack nutzen können. Sehr praktisch!

Hoffentlich klappt das am Ende auch wirklich so gut, wie wir uns das vorstellen, denn bei jeder Planung ist uns bewusst: Das alles sind nur theoretische Überlegungen. Was wir praktisch brauchen und ob das Packsystem wirklich klappt, merken wir wohl erst unterwegs. Seid gespannt, wir sind es auch. 😉

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Tramper oder Handgepäck?

Lange haben wir überlegt was sinnvoller ist: Reisen mit einem 60-70 Liter Tramper oder mit einem Rucksack im Handgepäckformat?

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Tramper

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Dass wir beide unsere Rucksäcke immer nur als Handgepäck führen, funktioniert schon einmal nicht, da wir noch eine Gitarre mitnehmen werden. Denn wie jeder Pfadfinder weiß: Musik öffnet Herz und Seele und verbindet weit über Kulturen hinaus 😉

Einige berichten, dass sie mit einem 40 Liter Rucksack in „Handgepäckmaßen“ in jedem Fall zurechtkommen. Gabriele ist zunächst der Meinung, dass auch ihr ein kleiner Rucksack genügen wird. Duden war zwar auch der Meinung, dass das für beide möglich sein könnte, stellte aber in Frage, ob wir uns damit nicht nur unnötig einschränken?

Silvester haben wir schließlich Argumente gesammelt. Argumente die für und gegen das Reisen mit Kleinstgepäck sprechen.
Für einen großen Tramper spricht definitv viiiiel Platz, der nicht nur für Reisesouveniers genutzt werden kann, sondern auch als Vorratskammer für Lebensmittel und das wird in einigen Gegenden notwendig sein. Gegen einen Tramper sprach auf jeden Fall der Faktor Handling, da er groß und doch recht sperrig ist und die meiste Zeit über nicht der gesamte Platz benötigt werden wird.
Außerdem ist das schlagende Argument für einen kleinen Rucksack, dass wir die Gepäckaufgabe umgehen und er nicht in Saudi Arabien ankommt, während wir nach Singapur fliegen.

Nach diesen Überlegungen begannen wir sofort zu träumen: wäre es nict klasse, wenn es einen Rucksack gäbe, den man aufstocken könnte? Der zusammengestaucht nicht mehr als Handgepäckformat hat und gleichzeitig auf ein Volumen von traumhaften 60 – 70 l aufgestockt werden könnte?

Am 2. Januar nahmen wir uns schließlich Zeit, um in Karlsruhe bei Outdoorausrüstern vorbei zu gucken. Im Basislager fanden wir schließlich allerlei praktische Sachen. Die sind dort nicht nur gut ausgestattet und haben ein unheimlich umfangreiches Sortiment, sondern auch eine gute und kompetente Beratung.
Duden fragte einfach ganz direkt den Verkäufer, ob es nicht einen Rucksack gibt, der zunächst nur Handgepäckformat – so um die 40 l – hat und aufstockbar ist. Und siehe da: wer fragt kommt weiter.

Kurzerhand verschwand der Mitarbeiter im Lager und kam mit einem kleinen handlichen Bach-Rucksack wieder. Dieser habe aber breits einen Mangel, er hat auf der Rückseite einen Flicken. Das Model heisst „Bach Adjust“ und ist von 35 l auf 55 l aufstockbar. Optisch ist er keine Schönheit, aber ansonsten genau das, was wir suchten. Der regulärere Verkaufspreis beläuft sich auf 220,- Euro, da es sich aber um ein Auslaufmodel handle, welches sie nicht mehr im Sortiment haben, könne er ihn uns stattdessen für 50,- Euro geben.
Wir sind begeistert – nicht nur von den Rucksäcken, sondern auch von dem Preis! Duden ist so begeistert, dass er sich eine Frage nicht verkneifen kann: „habt ihr nicht noch einen zweiten zu dem Preis?“ 5 Minuten später steht der Mitarbeiter mit einem weiteren Rucksack desselben Models vor uns, in einer anderen Farbe, auch mit einer „leichten Blessur“, aber eigentlich noch voll in Ordnung. Er kann ihn uns ebenfalls für 50 Euro verkaufen, das ist aber dann der letzte den sie auf Lager haben.

Es steht also fest – diese beiden Rucksäcke werden es sein, die uns auf der Weltreise begleiten!

Hier sieht man sie, einmal im Handgepäckformat und einmal voll bepackt. 🙂

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