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Riga

Montag, 04.07.
Um 02:35 geht mein Flug mit Azerbaijan Airline via Baku. Ich muss feststellen, dass der Flughafen Baku sehr modern ist und wohl der schönste, den ich bisher gesehen habe. Ungefähr zwei Stunden aufenthalt habe ich hier und bereits meine erste halbe Stunde Zeitverschiebung.
Wo das erste Flugzeug noch ziemlich voll war, ist das zweite zemlich leer. Mit gerade mal etwa 20 Leuten teile ich mir eine Boing 747, fast jeder hat eine Dreierreihe für sich. Gegen 9:00 Uhr kommt der Flieger am Flughafen Riga an. Der Flughafen ist ebenfall nicht groß, kleiner als manche Regionalflughäfen im Iran. Obwohl ich beim Aussteigen gemütlich mache, als einer der letzten aus dem Flieger komme und so ziemlich der einzige bin der nicht hetzt, bin ich als erster aus der Passkontrolle raus und auch mein Rucksack liegt schon direkt bereit.
Obwohl mir das Hostel empfohlen hat mit dem Bus zu fahren bin ich zu müde dafür und nehme ein Taxi.
Von vorne herein sieht man die Unteschiede zwischen dem Iran und Lettland, nichts ist gleich: Hier it alles satt grün und Gradlinig. Die Taxifahrer prügeln sich nicht um dich, sondern der Erste den ich frage schickt mich weiter, er ist nicht der Erste in der Schlange ich solle den Vordersten nehmen. Schade denke ich mir als ich im Ersten im Taxi sitze, den diesen unterscheidet nichts von den Taxifahrern im Iran. Ich fühle mich fast wieder wie in den Iran zurückversetzt.
Der Taxifahrer macht eher einen schmierigen Eindruck, zieht ständig die Nase hoch und als wir losfahren stellt er das Taxameter an und fährt erstmal rechts ran um in Seelenruhe sein Navi einzuschallten. Als ich ihn dann höflichst bitte das Taxameter für die Zeit auszuschalten, versteht er plötzlich kein Englisch mehr, also betätige ich selbst den Knopf. Das gefällt ihm nicht, aber auf eine Diskusion will er sich dann dochnicht einlassen. Am Ende zahle ich etwa 13 Euro.

Eigentlich wollte ich noch für ein paar Tage nach Klaipeda in Litauen fahren. Genauso wie für Lettland hatte ich dafür ebenfalls in Couchsurfing annonchiert, die Rückmeldungen waren jedoch mau. Ein Couchsurfer hatte sich zurück gemeldet und mir angeboten mich zu hosten, doch einen Tag vor dem Flug kam wiederum seine Absage. Aus Lettland bekam ich wiederum gar keine Rükmeldung. Also fing ich schon wärend des Fluges an mir auszumalen, womit ich wohl 1 Woche Riga totschlagen kann…

Für alle Fälle hatte ich schon vor einer Woche ein Hostel in Riga für die erste Nacht gebucht.
Das Hostel in dem ich unterkomme trägt den drolligen Namen Teddybear Hostel.
Es liegt in einem Hinterhofgebäude in den obern Stockwerken. Schon auf dem Weg die Treppe hoch, schmücken die Wände unzählige Zeichnugnen von Teddybären.
Ich schlafe wieder mal im Dorm. Die Betten sind unbequemer als in Tehran, dafür ist die Nacht hier noch günstiger nur etwa 9 Euro kostet sie. Mein ständiger Zimmerprtner in den Tagen die ich hier bin ist ein junger Israeli. Er fragt mich wo ich herkomme und ist von meiner Antwort nicht begeistert. Kein Wunder Iran und Israel sind erklärte Erzfeinde. Er versteht es nicht, wie man in den Iran fahren kann. Die Sachen zwischen uns beiden scheint gelaufen zu sein, ich überlge noch wie ich die Sache retten kann, immerhin ist es mein Ziel sich untereinander im Zimmer gut zu verstehen und biete ihm ein paar Datteln an, die ich aus Ahwaz mitgebracht hatte. Mehdi hatte sie netterweise noch kurzfristig für mich organisiert.
Gerettet! er mag die Datteln nicht nur, er sagt, das sein die Besten Datteln der Welt und es fühlt ich gerade wie bei seiner Oma an, die habe auch immer was zum naschen für ihn. Ich scherze noch, dass das Okey ist, so lange er mich jetzt nicht Oma nennt. Ab jetzt sind wir wohl Freunde.
Er heißt Yaron und ist nun schon seit über einem Monat in diesem Hostel. Er will mir auf jedenfall etwas Zeigen, worauf ich i Hostel achten soll: Die Teddybären, ich soll auf jeden Fall auf die Teddybären achten, sie führen ein Eigenleben. Es ist als würde es hier spuken. zum Beweiß zeigt er mir ein Bild in der Küche. Auf dem Bidl ist eine Cafelandschaft in einer Stadt abgebildet, zahlreiche Stühle und ein Fahrrad stehen auf einem Platz, auf dem Fahrad und einem der Stühle sitzen Teddybären. Ich soll besonders auf den auf den Stühlen achten, er sitz jeden Tag auf einem anderen, er wechselt, dabei kann das nicht sein – es ist ein Ölbild. Auch das Mädchen welches auf die Wand im Treppenhaus gemalt ist, guckt dir hinterher…

… und ich hatte schon Sorge, das Riga ein etwas langweiliger Teil meiner Reise werden kann…

Er hat außerdem noch einen Tip: „Lass dich nicht von Frauen anquatschen“
Auch auf der Seite vom auswärtigen Amt hatte ich es auch schon gelesen: diese Stadt ist bekannt dafür, dass hier den Männern K.O.-Tropfen untergemischt und sie anschließend ausgeraubt werden, eine beliebte Masche…

Schlafen kann ich nicht mehr, also nutze ich die Zeit um mir einen ersten Eindruck von der Stadt zu verschaffen.
Sie hat sich verändert. Zu letzt war ich vor ungefähr 15 Jahren hier, damals sind wir mit den Pfadfindern durch den Gauya-Nationalpark gewandert.
Die Stadt war damals noch wesentlich verfallener und man erkannte noch gut die Spuren aus der Zeit des Sozialismus. Jetzt gibt es hier kaum noch verfallene Häuser, die Altstadt sieht sehr gut aus, überwiegend erstrahlt sie in einem tatsächlich jugendlichem Jugendstil-Charm. Auch das Klientel der Stadt hat sich verändert, mittlerweile spricht hier nahezu jeder Englisch und man sieht in der Stadt mehr Touristen als Einheimische.
Von dem traditionellen Lettland, dass ich von vor 15 Jahren in Errinnerung habe sehe ich hier nix mehr und ich frage mich, wie klar noch meine Erinnerung an damals ist, oder ob es sich wirklich so sehr verändet hat.

Den späten Nachmittag lege ich mich hin, die Nacht hat mich doch geschlaucht. Als ich wieder aufwache ist es schon fast 9 Uhr und ich beschließe doch noch mal raus zu gehen um mir das Nachtleben von Riga anzugucken, denn Riga ist mittlerweile dafür bekannt. Da Montag ist, ist in den Clubs nicht so viel los, dafür zeigt sich Riga bei Nacht nicht ganz so verschlafen, sondern aus jeder Ecke kommt Musik, überall in der Altstadt sind die Clubs verteilt. Die Stadt pusliert, obwohl nicht so viel los ist, dennoch macht sie ihrem jüngeren Ruf als Bangkok des Balkans alle ehre. Der Sextourismus in der Stadt ist spürbar und immer wieder sieht man die „Gentelmenclubs“ in den Staßen.

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Dienstag, 05.07.

Die Nacht ist nicht gerade sehr Komfortabel gewesen, denn die betten sind sehr unbequem, so dass der Schlaf nicht sonderlich erholsam ist. Auch das Frühstück lässt zu wünschen über, es gibt Toast und Marmelade, beides von der billigsten Sorte.
Dazu kommt, dass ich heute umziehen muss. Ich habe nun doch für alle Fälle für die ganze Woche geblockt, aber heute früh müssen wir bis um 11 das Zimmer wechseln, in den großen Dorm mit sechs Betten, da der kleine anderweitig gebraucht wird.
Vormittags bespreche ich mich erstmal mit Gabriele, um sie auf dem Laufenden zu halten und um zu besprechen, wann wir uns wiedersehen um dann gemeinsam auf Reise zu gehen. Schließlich beschließen wir meinen Aufenthalt hier zu verkürzen, denn so wirklich weiß ich auch nicht, was ich eine Woche lang in Riga anstellen, so ganz bin ich nicht der Städteurlauber, ich brauche da doch mehr Action – mich langweilt diese Stadt jetzt schon. Also verkürzen wir spontan den Aufenthalt um drei Tage, die ich eher nach Deutschland komme.

Ich mache mir neue Pläne, was ich unternehmen kann hier in Riga und gucke bei der app „Party with a lokal“ als ich in Shiraz Tinder instaliet habe fiel mir auch diese App auf und ich habe sie gleich installiert. Viele sind nicht bei dieser App, vlt 30 Leute, von denen die hälfte keine Letten sind, sondern vermutlich Touristen wie ich auch. Ich schreibe 3 von ihnen an um möglichst Kontakte zu knüpfen zu Leuten die vlt. Lust haben mir mal ein bisschen was vom lettischen Livestyle zu zeigen. Außerdem warte ich noch auf die Rückmeldung von einem von den lettischen Pfadfindern, ob auch wir uns treffen können.
Außerdem hat uns Helene schon die erste Programplanung für Burkina Faso zugeschickt. Wir sind begeistert und es verspricht echt eine spanende Reise zu werden. Dennoch scheinen schon die ersten Schwierigkeiten aufzutreten. Das Visum für Ghana können wir nicht so beantragen wie wir es dachten. Zum Glück kennt sie da wen von der Botschaft und innerhalb von wenigen Minuten hat sie eine Lösung organisiert.
Zur Sicherheit checke ich nochmal die weitern Visabedingungen der Länder auf unseren ersten Streckenetappen.

Mittags gehe ich mit Yaron essen und anschließend mache ich mir ein genaueres Bild von der Stadt. Gehe in jedes Museum auf dem Weg und genieße die Cafekultur, die es im iran während des Ramadans nicht gab.
Am Abend habe ich das Gefühl, alles von Riga gesehen zu haben. Natürlich nicht, aber so langsam wiederholen sich die Häuserbilder des Jugendstils und die für mich so richtig spannende Ecke konnte ich noch nicht entdecken.

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Den Abend lasse ich in einer Weinbar ausklingen. Mittlerweile habe ich auch zwei Rückmeldungen, eine von Gunnar dem Pfadifnder aus Riga, wir wollen uns am Donenrstag treffen und er will mir Pfadfinderische Aspekte der Stadt zeigen und zum anderen ein Junger Mann via Party with a lokal, er ist 33 Jare alt und hat Lust sich mit mir morgen den Tag über zu treffen.

Mittwoch, 06.07.

Der Versuch auszuschlafen schlägt fehl – zu unbequem ist das Bett und mein Rücken macht mir auch immernoch von meinem Sturz in Ahwaz Probleme. Bis ca. 10 Uhr wälze ich mich krampfhaft im Bett hin und her, auf so manchem Fußboden im Iran habe ich wesentlich besser schlafen können.

Den Morgen über versuche ich mich also im Entspannen, oder viel mehr darin, ruckartige Bewegungen zu vermeiden, da alles so verspannt ist. Erst gegen 13.00 Uhr, so ist es geplant, treffe ich mich mit dem Lokal zur Party.
An einer Uhr im Norden der Altstadt haben wir uns verabredet.
Das Wetter ist, wie auch schon die letzten Tage vielversprechend unbeständig. Schon die letzten Tage waren immerwieder durchsetzt von Schauern bei um die 18°C. Doch noch scheint die Sonne und in ihr sind es gefühlte warme 22°C, kein Vergleich mit dem Iran, aber das kann ich jetzt auch nicht ändern.

13.00 Uhr und niemand ist am vereinbarten Treffpunkt. Erst gegen 13.15 Uhr erreicht mich die Nachricht:

Sorry I will be late. 10min

Na gut, immerhin scheint es nicht wie in Shiraz, wo ich ganz versetzt wurde.
gegen 13.30 Uhr kommt schließlich eine junge Frau auf mich zu:

„Hi! I´m Elina, nice to meet you“

Ich bin verwirrt, denke an die Vorwarnung, von meinem Zimmerkollegen und des auswärtige Amts vr den „KO-Tropfen-Frauen“ und sage ihr:

„sorry I am not interessted“

eine Betretene Paue tritt ein. Schließlich sagt sie, fast entschuldigend:

„We wrote in the app. Party with a lokal, sorry that I am not a guy“

Ich schreibe an die nummer von dem Party with a Lokal Kontakt via SMS:

„Realy, why?

Sie guckt auf ihr Handy, lacht und schreibt zurück:

„I tell you later“

Sie ist wirklich der Kontakt von dort…

Gemeinsam beschließen wir erstmal Essen zugehen, später sagt sie mir, kann sie mir noch ein paar coole Plätze in Riga zeigen, die eher einheimisches Insiderwissen sind. Leider hat sie nur Zeit bis um 6 Uhr, da sie dannach noch Arbeiten muss. Wir gehen etwas außerhalb der Altstadt in ein Dachcafe auf einem Einkaufszentrum. Man fährt hier mit dem Fahrstuhl aufs Dach über dass man dann ca. 50 Meter Läuft, bevor man im hinteren Bereich das Cafe sieht. Mehrere Tische und eine Art Beachbar, machen das Cafe aus, man sitzt in der Sonne und nur ein kleiner Teil ist mit einer Art Zeltdach überdacht. Von hieraus hat man einen herrlichen Blick über die ganze Stadt. Das Essen ist gut und die Gespräche mit Elina spannend.

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Sie erzählt, dass es gar nicht so einfach ist als Frau in dieser Stadt, da der Sextourismus sehr stark ist, bekommt man als Frau wohl ständig komische Angebote in den Apps. Deshalb habe sie jetzt ein Männerprofil, da würden wenigstens nur ehliche Anfragen kommen, von solchen Leuten die wirklich nur weggehen wollen, ohne hintergedanken.
Wir sind fast fertig mit Essen, als es ziemlich schnell recht dunkel wird und anfängt zu regnen. Wir flüchten unter das Zeltdach. Da es so aussieht, dass es noch länger regnet bestellen wir uns noch was. Runter kommen wir vom Dachcafe eh nicht, ohne dass wir 50 Meter bis zum Fahrstuhl durch den strömenden Regen müssten, um dann im Regen vor dem Fahrstuhl zu warten…

Sie Fragt mich, was ich meine, wass sich hier seit meinem Letzten Besuch am meisten verändet hat. Meine Antwort kann sie nicht bestätigen, Spuren des Früheren Kommunismuss, seien zwar für Touristen nicht mehr so sichtbar, aber sobald man nur ein bisschen Raus kommt seien sie noch sehr spürbar. Sie kompensieren das jetzt alles, sagt sie. Sie bauen in der Stadt Protzbauten die keiner will, erzählt sie weiter: Eine Brücke für mehrere Millionen zum Beispiel, die an der Stelle keiner nutzt, aber es war ein berühmter Architekt, und die Stadt wollte ein Bauwerk von ihm haben.
Ich erzähle, dass man es vor 15 Jahren auch noch auf dem Markt gemerkt hat, so habe man damals auf dem Markt zwischen Äpfeln und Birnen auch alte Maschienengewähre und andere Schußwafen kaufen können.
Sie guckt mich verwirrt an.

„Where else if not on the market? Thats normal, children love to look at this kind of stall.“

Das man in Deutschland keine Waffen auf dem Markt so kaufen kann und man eine Lizenz zum erwerb braucht, mag sie kaum glauben.

So viel scheint sich nicht verändert zu haben ist ihre Quintessenz, nur der Sexturismus. Die Männer seien ja auch so Flach und nur auf das eine aus, aber ich sei da ja ganz anders. Schade, dass ich eine Verlobte zuhause habe, sagt sie, so emotionale Männer wie mich gäbe es sonst nicht so viele in Lettland, dabei würde sie schon so lange nach einem suchen.
Ich rücke auf der Chouch erstmal in die Ecke und frage sie ob ich ihr schon mal ein Bild von meiner Verlobten gezeigt habe, die ich ja so abgöttisch liebe?

Sie „no, but tell me more about you, how long are you in Riga?“

Ich „only until tomorow.“

„Oh realy than we have to meet together after work. what are you doing tonight?“

Sag sie und rückt mir noch ein Stückchen näher.

„Oh I already promissed the guy from the hostel, that we will do something together“

Log ich.
Ich gucke auf die Uhr, es ist jetzt kurz anch 5, zum Glück hat es schon aufgehört zu regnen, so kann ich mich rausreden und sagen das wir zahlen müssen, damit sie nicht zuspät zur Arbeit kommt. Ich stehe auf und wende mich zu Kellnerin zum bezahlen.
Sichtlich enttäuscht, git sie mir recht und so bringe ich sie nur noch zu Bushaltestelle.

Den Abend verbringe ich schließlich wieder in der Weinbar beim Blogschreiben, sie hat sich einfach als dafür gut erwiesen.
Zwischendurch schreibt mir noch einmal Elina via SMS:

„you are an amazing guy, don´t you want to meet me again tonight?“

Ich beschließe diese SMS einfach zu ignorieren und genieße den Abend allein, ein tolle Gefühl ist es aber schon für das Ego so eine SMS zu bekommen.

Donnertag, 07.07.

Meinen letzten Tag in Riga habe ich mich mit Gunnar von den Pfadfindern verabredet. Er holt mich zusammen mit seiner Freundin gegen 11 Uhr am Hostel ab. Alles gepackt habe ich schon um die Zeit, so dass ich einfach bei ihm ins Auto springen kann.
Er spricht fast fließend Deutsch, nicht nur Deutsch, sondern auch mehrere andere Sprachen. Gelernt hat er die, so erzählt er, schon als Kind durch das Fernsehen, da hier alle Filme nur mit Untertiteln laufen.
Gemeinsam fahren wir aus Riga raus, er will mit das Pfadfindermuseum von Lettland zeigen, welches ca. 40 Minuten von der Stadt Richtung Westen entfernt ist.
Das Museum ist für ein pfadfinderisches Museum recht groß. Besonders beeindruckt mich die Museumsabteilung der lettischen Pfadfinder im Exil, sie ist unerwartet Groß.
Als die Russen 1945 Lettland besetzten flohen viele vor der Russen nach Westen. Unter der dann kommenden kommunistischen Herrschaft waren Pfadfinder verboten. Dennoch grüdeten sie sich, nicht in Lettland, sondern da, wo die Letten hingeflüchtet sind, am Meisten in Deutschland. Über 150 lettische Exil-Pfadifndergruppen gab es hier bereits 1946. Ihr Archivmaterial hat es zum Großteil hierher geschafft.

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Die Zeit zwischen Museum und meinem Weiterflug lassen wir mit einem ausgeprägten Lunch verstreichen. Vorspeise, Hauptgang und Nachspeise kosten für uns alle drei zusammen gerade mal um die 30 Euro.
Schließlich fährt er mich noch zum Flughafen.
Am Flughafen läuft auch dieses mal alles recht reibungslos, bis auf eines: In der Sicherheitskontrolle besteht der Beamte darauf, dass ich alle Metallischen Sachen ausziehe, auch den Verlobungsring. Schnell soll ich den Platz am Ende wieder frei machen alles rausnehmen au der Schale und die Sachen weiter hinten am Tisch wieder anlegen.
Als ich feststelle das mein Verlobungsring weg ist, ist es schon zu spät, gefunden wurde er auch nicht.

Gegen 18.30 Uhr lande ich schließlich in München und Gabriele holt mich am Flughafen ab.
Jetzt stehen erst Mal 10 Tage Pause an, bevor wir zusammen weiterreisen.

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